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Der Verein Grüner Kreis

Der Verein „Grüner Kreis“ wurde 1983 nach einem Konzept von Prim. Dr. G. Pernhaupt als Institution zur Rehabilitation und Integration suchterkrankter Menschen mit Sitz in Wien gegründet. Zu Österreichs größter gemeinnütziger Organisation auf dem Suchtsektor angewachsen, bietet der „Grüne Kreis“ bei Abhängigkeitsproblematiken rasche und professionelle Hilfe. Ein ambulantes Therapieprogramm, vor allem aber die stationäre Lang- und Kurzzeittherapie bieten für die Betroffenen eine realistische Chance, den Weg zurück in ein drogenfreies Leben zu finden.

Zusätzlich zu den abstinenzorientierten Therapieprogrammen bietet der „Grüne Kreis“ seit 2009, neben der ambulanten auch die stationäre Behandlung substituierter Suchtkranker. Stabilisation und neue Perspektiven in Richtung „Leben mit der Sucht“ stehen hier im Vordergrund.

Der Verein Grüner Kreis geht von einem bio-psycho-sozialen Ansatz in der Behandlung von Suchtkranken aus und vertritt somit ein holistisches, auf Ganzheitlichkeit ausgerichtetes Menschenbild. Sucht hat immer eine biologische, psychologische, soziale und spirituelle Dimension. Alle Bereiche sind nicht von einander unabhängig, sondern interagieren miteinander. Auf der biologischen Ebene können die physische (körperliche) Abhängigkeit bzw. körperliche Folgeerkrankungen (z.B. Schädigungen des Gehirns) beschrieben werden. Auf der psychologischen Ebene geht Sucht mit psychischen Erkrankungen wie Angst und Depression einher und ist dabei die Ursache und/oder die Folgeerscheinung. Menschen mit schweren Persönlichkeitsstörungen oder Psychosen neigen gehäuft zu süchtigem Verhalten. Soziologisch betrachtet geht Sucht immer mit einem schädlichen sozialen Umfeld bzw. Einsamkeit und Isolation einher.

Die therapeutische Gemeinschaft

Der Verein Grüner Kreis wurde in Anlehnung an Konzepte der therapeutischen Gemeinschaft entwickelt. Die Therapeutische Gmeinschaft ist eine 1958 entstandene, inzwischen weltweite Bewegung. Ursprünglich wurde diese als Selbsthilfegruppe von betroffenen alkohol- und drogenabhängigen Personen initiiert.  So entstanden erste Projekte in den USA, wobei es zu Weiterentwicklungen in Europa, besonders in Italien kam. Im Laufe der Entwicklung wurden immer mehr professionelle Mitarbeiter in das Behandlungssetting integriert. Heute versteht sich die therapeutische Gemeinschaft, bestehend aus einem multidisziplinären Team aus Psychologen, Psychotherapeuten, Ärzten, Sozialarbeitern und Arbeitsanleitern als Ansatz zu einem gemeinschaftlichen Weg aus der Drogenabhängigkeit.  Eine wichtige Rolle kommt nach wie vor den ehemals abhängigen Personen ("Ex-Klienten") zu. Sie stellen eine wichtige Berufsgruppe für die Betreuung der aktuellen Klienten dar.