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Datum der Veröffentlichung: 
2014/06

Journal/Verlag:

Hintergrund: Ziel dieser Arbeit ist es verschiedene Dimensionen von Religiosität und Spiritualität im Krankheitserleben bei stationären Schizophrenie-PatientInnen (F 2x) im Vergleich zu Suchtkranken (F10.2./F19.2) und gesunden Kontrollpersonen zu untersuchen. Zudem werden Zusammenhänge zwischen dem religiös/spirituellen Befinden und Parametern psychischer Belastung betrachtet. Methode: Es werden schizophrene PatientInnen (n=39) mit einer Gruppe von suchtkranken PatientInnen (n=33), und einer gesunden Kontrollgruppe (n=38) anhand des Multidimensionalen Inventars zum religiös/spirituellen Befinden (MI-RSB) verglichen. Des Weiteren werden innerhalb der Gruppe der Schizophrenie-PatientInnen die RSB Dimensionen mit dem Beck Depressions Inventar (BDI) und dem Brief Symptom Inventory (BSI) in Beziehung gesetzt. Ergebnisse: Die Gruppe der Schizophrenie-PatientInnen unterscheidet sich in den RSB-Dimensionen kaum von den Sucht-PatientInnen bzw. der gesunden Kontrollgruppe. Einzig in der Sub-Dimension „Hoffnung transzendent“ zeigen sich signifikante Unterschiede. Des Weiteren ergeben sich negative Zusammenhänge zwischen den RSB-Dimensionen und dem Schweregrad der psychiatrischen Symptomatik (BDI, BSI) Schlussfolgerungen: Wie angenommen kann der positive Zusammenhang zwischen dem RSB und subjektivem Wohlbefinden auch für die Gruppe der Schizophrenie-PatientInnen bestätigt werden. Existentiell orientierte Dimensionen wie „Hoffnung“ oder „Vergebung“ erscheinen für die Gruppe der Schizophrenen von besonderer Relevanz.

Art der Publikation: 
Journal